Historisches über die TCM

Geschichte der Akupunktur und chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin "TCM"

Die chinesische Medizin gilt als eines der ältesten Medizinsysteme der Welt und wird vermutlich seit mehr als 5000 Jahren praktiziert. In ihren Anfängen war die chinesische Medizin geprägt von der Vorstellung, dass Krankheiten von Göttern, Ahnen- Geistern oder Dämonen verursacht wurden.


Später in der Geschichte wurden die Krankheiten als ein Zeichen für ein verändertes körperliches oder seelisches Gleichgewicht erkannt. Es entstanden die Lehren von Yin- Yang sowie den 5 Wandlungsphasen (auch bekannt als die 5 Elemente).

Von da an wurden die Symptome einer Krankheit in Analogie zu den Naturgesetzen betrachtet.
Das Yang mit dem Tag, dem Licht, der Hitze, dem Feuer usw. in Verbindung gebracht, während das Yin mit der Nacht, der Dunkelheit, der Kälte, dem Wasser usw. assoziiert wurde.

Die Lehre der Wandlungsphasen verfeinerte diese grobe Einteilung weiter und ordnete fünf weiteren Kategorien zu: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jeder dieser Kategorien wurden wiederum spezifische Analogien aus der Natur zugeordnet.

Im Buch "Huang Di Nei Jing", auch bekannt als "Die Medizin des Gelben Kaisers", finden sich die ersten schriftlichen Aufzeichnungen der chinesischen Medizin.
Das Buch wurde während des Zeitraums der "streitenden Reiche" zwischen 475 und 221 vor Christus zusammengestellt und erstreckte sich etwa 200 Jahre nach Christus. Es besteht aus einer Sammlung vieler einzelner Schriften.
Bis heute bildet dieses medizinische Werk eine wichtige Grundlage für die traditionelle chinesische Medizin und wurde als Weltdokumentenerbe von der UNESCO anerkannt.

Die Akupunktur

Das Wort "Akupunktur" stammt aus dem Lateinischen und setzt sich aus den Wörtern "acus" für Nadel und "punctura/ pungere" für das Stechen zusammen.

Hinweise darauf, dass auch in Europa eine Form von Akupunktur praktiziert wurde, liefert uns die Gletschermumie "Ötzi" (ca. 3300 v. Chr.). Bei der Mumie wurden an Körperstellen, die besonders anfällig für Verletzungen und Schmerzen sind, wie Rücken und Gelenke, eine Vielzahl von tätowierten Linien und Kreuzen entdeckt.
Einige Forscher vermuten deshalb, dass es sich dabei um eine Form der Akupunkturbehandlung handeln könnte.


Ausgrabungen von spitzen, nadelähnlichen Steinchen wurden bis in die Neusteinzeit (8000- 5000 v. Chr.) datiert. Es wird vermutet, dass diese für die Wundbehandlung und Abszessversorgung verwendet wurden.


Im Klassiker "Zhen Jiu Jia Yi Jing" über Akupunktur und Moxibustion, der von Huang Fumi (215- 282 n. Chr.) geschrieben wurde, sind bereits 349 der insgesamt 361 regulären Akupunkturpunkte mit ihrer Topologie und Hinweisen zu ihrer jeweiligen Wirkung beschrieben.

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